Weinkeller auf den Hügeln, Ölmühlen, Dorfschenken. Wenn die Reise über den Gaumen führt, halten die Erinnerungen länger.
Es gibt eine Art, einen Ort kennenzulernen, die nicht über die Augen führt, sondern über die Tafel. Ein Glas Prosecco, getrunken an der «riva», wo er wächst, ein Öl, gekostet in der Ölmühle im November, ein Käse, der nach dem Gras jenes Berges schmeckt: Das sind Lektionen in Geografie, die man nicht vergisst.
Deshalb sind auf unseren Touren die Tafeln kein Lückenfüller, sondern eine Etappe. Wir wählen Schenken, in denen noch wie zu Hause gekocht wird, Weinkeller, in denen dir den Wein jener einschenkt, der ihn gemacht hat, Märkte, auf denen man lernt, die Saison zu lesen.
Langsam zu essen, auf Reisen, ist ein Akt des Respekts: gegenüber der Region, gegenüber jenen, die sie bearbeiten, und gegenüber dir selbst. Man kehrt nach Hause zurück, satter an Geschichten als an Kilometern.



