
Kampanien · Ischia, Procida
Ischia und der Golf
Die grüne Insel, wo das Wasser kocht und der Sonnenuntergang rot wird
- Meer & Inseln
- Thermen
- Romantisch
Eine Stunde Seefahrt von Neapel entfernt ist Ischia eine Insel, die leise von unten dampft: Thermalwasser, das die Griechen für göttlich hielten, eine Burg auf einem Felsen, ein Fischerdorf ohne Autos. Daneben Procida mit seinen Pastellfarben. Für uns ist das kein Ausflug: Das ist unser Zuhause, im Golf von Neapel.
Ischia ist die älteste griechische Kolonie des Abendlandes, und das spürt man beim Gehen. Als die Seeleute aus Euböa hier um 750 vor Christus landeten, nannten sie die Insel Pithecusae und erkannten sofort eines: Aus der Erde stieg eine Wärme, die nach Wunder roch. In einem Grab in Lacco Ameno wurde der Nestorbecher gefunden, ein Weinbecher mit drei eingeritzten Zeilen — zu den ältesten Schriften im griechischen Alphabet, die wir besitzen — der demjenigen, der daraus trinkt, das Verlangen nach «Aphrodite mit der schönen Krone» verspricht. Unsere Tour-Leads führen dich zu diesem Becher im Museum der Villa Arbusto und erzählen dir, warum eine Insel aus kochendem Wasser schon damals von Liebe sprach.
Das Castello Aragonese ist das strenge Gesicht dieser Geschichte. Es erhebt sich auf einem Felsen aus grünem Tuff, der «insula minor», der durch einen Vulkanausbruch vor zweitausend Jahren von der Hauptinsel getrennt und dann durch eine über zweihundert Meter lange Steinbrücke wieder verbunden wurde. Alfonso d'Aragona ließ es 1441 imposant ausbauen, und jahrhundertelang war es der Zufluchtsort der gesamten Insel vor Piratenüberfällen: Innerhalb der Mauern lebten Tausende von Familien, Klöster, dreizehn Kirchen. Wir lassen dich langsam aufsteigen, zwischen dem Garten der Klarissen und den Terrassen mit Steilblick aufs Meer, bis unter dir nur noch der Golf liegt und du begreifst, dass manche Steine noch immer schützen.
Dann gibt es Sant'Angelo, und hier wird die Insel zum Flüstern. Es ist ein Fischerdorf, in das keine Autos fahren: Man lässt alles oben und steigt zu Fuß bis zur Piazzetta hinunter, während vom kleinen Hafen eine schmale Sandzunge zur Torre führt, dem Felsen, der die Bucht abschließt. Dahinter der Strand der Maronti und die Fumarolen: Stellen, wo vulkanischer Dampf so heiß aus dem Sand aufsteigt, dass Fischer seit jeher ihren Fisch unter dem Sand garen. Wir zeigen es dir bei Sonnenuntergang, wenn die Männer die Boote zurückbringen und das Dorf für eine Stunde wieder genau das ist, was es vor hundert Jahren war.
Nächste Termine
Termine in Kürze — schreiben Sie uns für Daten und Infos.
Was Sie erleben
Das Castello Aragonese auf dem Felsen
Eine Festung auf einem Tuffsteinfelsen, erreichbar über eine Steinbrücke: Terrassen mit Steilblick auf den Golf und Jahrhunderte als Zufluchtsort vor Piraten.
Sant'Angelo ohne Autos
Das sanfteste Fischerdorf der Insel, die Sandzunge zur Torre und die Fumarolen der Maronti, wo heißer Dampf aus dem Sand aufsteigt.
Thermen im Grünen, am Meer
Die Giardini Poseidon in der Bucht von Citara oder das Negombo in San Montano: Vulkanwasser zwischen 28 und 40 Grad, ein unverzichtbarer Halt im Gruppenprogramm.
Der Sonnenuntergang beim Soccorso
Die weiße Kirche von Forio, über dem Wasser schwebend, die sich beim Sonnenuntergang rot entzündet — nach dem musikalischen Garten von La Mortella.
Geschichten der Dörfer
Jedes Dorf der Reise hütet eine Geschichte. Hier sind die, die Ihr Tour-Lead wieder lebendig macht.
01Das Castello Aragonese — Die Dichterin auf dem Felsen
Auf einem Felsen aus grünem Tuff, durch einen Vulkanausbruch vor zweitausend Jahren von der Insel getrennt und durch eine über zweihundert Meter lange Steinbrücke wieder mit dem Festland verbunden, wachte einst eine ganze Burg: 1.892 Familien, dreizehn Kirchen, das Klarissenkloster, ein Bischof und eine Garnison, sicher vor den Überfällen der Piraten. Alfonso d'Aragona machte sie im 15. Jahrhundert zur Festung, doch ihr geheimster Kern bleibt eine Frau: Vittoria Colonna, die größte Dichterin der italienischen Renaissance, die hier von 1501 bis 1536 lebte.
Zwischen diesen Mauern heiratete sie Fernando d'Avalos, und als sie Witwe wurde, machte sie die Burg zu einem Kreis von Künstlern und Dichtern: Michelangelo schrieb ihr Sonette und Liebesverse. Dein Tour-Lead lässt dich langsam aufsteigen, zwischen dem Garten der Klarissen und den Terrassen mit Steilblick aufs Meer, bis unter den Füßen nur noch der Golf bleibt: Dort, wo der Wind noch nach Salz riecht, begreifst du, warum manche Verse nur auf einem zwischen Himmel und Wasser schwebenden Felsen entstehen konnten.
02Pithecusae und der Nestorbecher — Die ersten Worte des Abendlandes
Um 750 vor Christus landeten Seeleute aus Euböa auf dieser Insel und nannten sie Pithecusae: Es war die erste dauerhafte griechische Siedlung Italiens, ein Handelsplatz, auf dem Griechen, Etrusker und Phönizier zusammenlebten und von dem aus sich das Alphabet in der gesamten westlichen Welt verbreitete. In einem Grab der Nekropole von San Montano in Lacco Ameno fand der Archäologe Giorgio Buchner eine kleine Weinschale, eine Kotyle von kaum zehn Zentimetern Durchmesser, mit drei von rechts nach links eingeritzten Zeilen: eine der ältesten griechischen Schriften, die wir besitzen, und das erste Gedichtfragment, das bis zu uns gelangt ist.
Die Verse versprechen demjenigen, der aus diesem Becher trinkt, das Verlangen nach «Aphrodite mit der schönen Krone». Denk daran: Auf einer Insel aus kochendem Wasser, noch vor Cuma und Rom, schrieb jemand bereits von Liebe. Dein Tour-Lead führt dich zu diesem Becher im Museum der Villa Arbusto, und in dieser stillen Vitrine spürst du, dass Italien, seine Worte, genau hier geboren wurden.
03Die Giardini La Mortella — Der aus einer Leidenschaft geborene Garten
1949 landeten der englische Komponist William Walton und seine junge argentinische Frau Susana in Forio und verliebten sich in eine vulkanische Schlucht voller Felsen und wilder Myrten. Sie kauften dieses unmögliche Stück Land und begannen 1956, daraus einen Garten zu erschaffen: Sie nannten ihn La Mortella, nach den «mortelle», den Myrten, die zwischen den Steinen wuchsen. Der Entwurf stammte vom großen Landschaftsarchitekten Russell Page, einem Bewunderer von Waltons Musik, doch es war Susana, die ihm über mehr als fünfzig Jahre lang mit legendärer Energie Leben einhauchte.
Heute ist La Mortella einer der schönsten Gärten der Welt, mit einem griechischen Theater mit Meerblick, wo junge Orchestermusiker zwischen Palmen spielen. Dein Tour-Lead begleitet dich an einem langsamen Nachmittag dorthin: Du gehst zwischen Baumfarnen und Seerosen, während irgendwo zwischen den Zweigen eine Klaviernote in die laue Luft aufsteigt. Dann begreifst du, dass dies nicht nur ein Garten ist, sondern eine noch lebendige Liebesgeschichte.
Von der ersten griechischen Kolonie zur Insel der Dichter
Ischia ist die älteste griechische Kolonie des Abendlandes: Noch vor Cuma wurde hier Eisen geschmolzen, in griechischem Alphabet geschrieben und bereits von Liebe erzählt. Schicht für Schicht — Griechen, Römer, Aragonesen — hat der Golf Spuren hinterlassen, die dein Tour-Lead dich mit eigenen Händen berühren lässt.
- ~750 v. Chr.
Pithecusae, die erste Kolonie des Abendlandes
Euböische Seeleute aus Chalkis und Eretria landen und gründen in Lacco Ameno Pithecusae, die erste dauerhafte griechische Siedlung Italiens: ein Handelsplatz, auf dem Griechen, Etrusker und Phönizier zusammenlebten.
- Ende 8. Jh. v. Chr.
Der Nestorbecher
In der Nekropole von Pithecusae wird eine rhodische Kotyle mit drei eingeritzten Versen beigegeben — zu den ältesten griechischen Schriften des Abendlandes — die demjenigen, der aus dem Becher trinkt, das Verlangen nach Aphrodite verspricht. Heute befindet er sich im Museum der Villa Arbusto.
- 1441
Alfonso d'Aragona und die Burg
Alfonso V. von Aragón verwandelt die Felsenburg in eine Festung und verbindet sie mit einem 220 Meter langen Steinbrücke mit dem Festland: jahrhundertelang Zufluchtsort der gesamten Insel vor Piratenüberfällen.
- 1956
La Mortella entsteht
In Forio beginnt Susana Walton, die Frau des englischen Komponisten William Walton, den mediterranen Garten anzulegen, den sie La Mortella nennen wird, nach den Myrten zwischen den Felsen; er öffnet 1991 für die Öffentlichkeit.
- 2022
Procida Kulturhauptstadt
Procida ist die erste Insel, die zur Italienischen Kulturhauptstadt wird, mit dem Motto «la cultura non isola»: Ein Jahr voller Veranstaltungen bringt das kleine Fischerdorf ins Zentrum des Landes.
Die Gruppenreise Furore bringt 20–50 Teilnehmer auf festen Kalenderterminen dazu, Ischia und Procida zu entdecken, mit einem eigenen Tour-Lead, der dieses Meer vor der Haustür hat: Transfers sind organisiert, Boote gebucht und Thermalstopps für die Gruppe ausgewählt — keine Fähren, die man sich in der Menge erkämpfen muss. Ein Morgen in den Giardini Poseidon in der Bucht von Citara — sechs Hektar und über zwanzig Pools am Meer, von 28 bis 40 Grad — oder im Negombo, eingebettet in die Mulde der Baia di San Montano. Ein Nachmittag in den Giardini La Mortella in Forio, 1956 aus dem Traum von Susana Walton, der Frau des englischen Komponisten William Walton, entstanden: Sie nannte ihn nach den Myrten — «le mortelle» — die zwischen den Felsen wuchsen, und heute ist er einer der schönsten Gärten der Welt, mit einem griechischen Theater mit Meerblick, wo junge Orchestermusiker spielen. Die Tische werden vom Tour-Lead ausgewählt: Man isst das Kaninchen alla ischitana, wie es sich gehört.
Das Finale heben wir für das Licht auf. In Forio erreicht die Gruppe die Chiesa del Soccorso, wenn die Sonne sinkt: ganz weiß, über dem Wasser schwebend, der Stuck, der sich rot entzündet, und — an glücklichen Abenden — der grüne Strahl am Horizont. Wenn der Kalender der Reise einen weiteren Tag vorsieht, geht es mit einem Boot nach Procida: die Marina Corricella, die Pastellhäuser mit ihren Bögen, die Farben, die die Fischer noch heute nicht nach Belieben ändern dürfen, weil sie dazu dienten, das eigene Haus vom Meer aus zu erkennen. Procida war 2022 Italiens Kulturhauptstadt — die erste Insel — und ist, schlicht und einfach, echt geblieben. Jede Station hat ihren eigenen lokalen Tour-Lead: Menschen, die hier geboren wurden und Türen öffnen, die kein gedruckter Reiseführer kennt.
Die Reisekarte
Wann reisen
Inklusive
- Eigener Tour-Lead als Erzähler
- Transfers vor Ort inbegriffen
- Ausgewählte charmante Unterkünfte
- Erlebnisse und Verkostungen laut Programm
- Furore-Betreuung rund um die Uhr
Nicht inklusive
- An- und Abreise zum Startort
- Nicht im Programm angegebene Mahlzeiten
- Trinkgelder und persönliche Extras
- Reiseversicherung (optional)
Wo du übernachtest
Wir wählen jede Unterkunft von Hand: keine anonymen Ketten, sondern Orte mit einer Seele, im Herzen der Dörfer oder mit Blick auf die Landschaft.
Historische Häuser
Paläste und Steinhäuser im Zentrum der Dörfer, zwischen alten Mauern und Stille.
Boutique-Hotels
Kleine charmante Hotels, mit Aussicht, gepflegtem Service und intimer Atmosphäre.
Agriturismi und Weingüter
Authentische Gastfreundschaft zwischen Reben, Olivenbäumen und echten Tafeln, wo man dich aufnimmt wie zu Hause.

Dein Tour-Lead
Kein gewöhnlicher Reisebegleiter: ein Erzähler der Region, hier geboren oder hier geblieben aus eigener Wahl. Er kennt die wahren Geschichten, die Türen, die sich öffnen lassen, und die richtigen Zeiten. Es ist die Person, die aus einer schönen Reise eine unvergessliche Erinnerung macht.
Der Reiseverlauf
- Abfahrt ab Neapel
- Tag 1
Von Neapel zur grünen Insel
Private Überfahrt nach Ischia, charmante Unterkunft und nachmittäglicher Spaziergang zum Castello Aragonese im tiefen Licht der Terrassen.
- Tag 2
Thermen und Gärten von Forio
Entspannter Morgen in den Giardini Poseidon in der Bucht von Citara; nachmittags La Mortella und bei Sonnenuntergang die Chiesa del Soccorso.
- Tag 3
Sant'Angelo und die Maronti
Abstieg zu Fuß ins autofreie Dorf, Bootsfahrt zu den Fumarolen der Maronti und Fischessen am kleinen Hafen. Ein langsamer Nachmittag, wie es sich gehört.
- Tag 4
Procida in Pastell
Privates Boot nach Procida: die Marina Corricella, Terra Murata und die farbigen Gassen der Kulturhauptstadt, vor der Rückreise.
- Rückkehr nach Neapel
Häufige Fragen
Wann ist die beste Reisezeit für Ischia und Procida?
Von Mai bis Juni und von September bis Anfang Oktober: warmes Meer, angenehme Thermen und lebendige Inseln ohne das Gedränge des August. Die Thermen sind auch im Frühling wunderschön.
Wie viele Tage braucht man für Ischia und Procida?
Wir empfehlen 4–5 Tage: Zeit für die Burg, einen Thermaltag, Sant'Angelo und einen Ausflug nach Procida, ohne Hetze und mit Raum fürs Meer.
Wie funktioniert die Anmeldung zur Gruppenreise?
Die Touren starten an festen Kalenderterminen mit Gruppen von 20 bis 50 Personen: Einfach das Datum wählen, anmelden, und der Furore-Tour-Lead kümmert sich um Transfers, Boote und Stopps. Kein Selbstorganisieren.
Wie reist man an und wie kommt man zwischen den Inseln hin und her?
Die Abfahrt erfolgt vom Hafen Neapel — unserem Zuhause — mit für die Gruppe gebuchten Überfahrten und Booten, auf der Insel mit eigenen Transfers: keine Wartezeiten, alles vom Tour-Lead koordiniert.
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